CBD
Natürlich vorkommendes Cannabinoid aus Hanf, das intensiv erforscht wird und in zahlreichen Hanfprodukten enthalten ist.
CBD oder Cannabidiol ist ein Cannabinoid, das natürlicherweise von der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) gebildet wird. Es gehört zu den wichtigsten Phytocannabinoiden der Pflanze und zählt heute zu den bekanntesten und am intensivsten erforschten Bestandteilen von Cannabis. Im Gegensatz zu THC gilt CBD nicht als psychoaktives Cannabinoid.
Seit seiner Identifizierung im 20. Jahrhundert steht Cannabidiol zunehmend im Mittelpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen. Heute findet es sich in zahlreichen Hanfprodukten und spielt eine zentrale Rolle in den Bereichen Anbau, Extraktion, Analytik und Verarbeitung von Cannabis.
Natürliche Entstehung von CBD
CBD wird in den Trichomen der Pflanze gebildet. Dabei handelt es sich um mikroskopisch kleine Harzdrüsen, die sich hauptsächlich auf den Blüten befinden. In ihnen entstehen neben Cannabinoiden auch Terpene und Flavonoide.
Die Biosynthese beginnt mit CBGA, das häufig als Vorläufer-Cannabinoid bezeichnet wird. Durch spezifische Enzyme wird ein Teil des CBGA in CBDA umgewandelt, die natürliche Säureform des Cannabidiols. Unter Einwirkung von Wärme oder mit der Zeit wird CBDA durch den Prozess der Decarboxylierung in CBD umgewandelt.
Vorkommen in der Pflanze
Die Menge an produziertem CBD hängt von zahlreichen Faktoren ab, darunter die Genetik der Pflanze, die Anbaubedingungen, die Lichtintensität, die Nährstoffversorgung, der Erntezeitpunkt sowie die Trocknungs- und Verarbeitungsmethoden.
Die höchste CBD-Konzentration befindet sich in den Blüten, da dort die meisten Trichome vorhanden sind. Darüber hinaus kommt Cannabidiol auch in Harzen, Extrakten und in geringeren Mengen in weiteren Pflanzenteilen vor.
CBD im Vergleich zu anderen Cannabinoiden
Die Hanfpflanze produziert mehr als hundert bekannte Cannabinoide. Zu den bekanntesten gehören THC, CBG, CBN, CBC, CBDA und CBGA. Jedes besitzt eine eigene chemische Struktur und trägt zur natürlichen Zusammensetzung der Pflanze bei.
CBD wird häufig gemeinsam mit anderen Cannabinoiden sowie mit Terpenen und Flavonoiden untersucht, die ebenfalls zur chemischen Vielfalt des Hanfs beitragen.
Extraktion und verfügbare Formen
Cannabidiol kann mit unterschiedlichen Verfahren gewonnen werden, unter anderem durch überkritische CO₂-Extraktion, Ethanolextraktion oder andere für Hanf geeignete Methoden. Nach der Aufbereitung kann CBD je nach gewünschtem Reinheitsgrad in verschiedenen Formen angeboten werden.
Unterschieden werden insbesondere Full Spectrum-Extrakte, die das natürliche Spektrum der Pflanzenstoffe erhalten, Broad Spectrum-Extrakte, bei denen THC entfernt wurde, sowie CBD-Isolate, die nahezu ausschließlich aus Cannabidiol bestehen.
Verwendung in Hanfprodukten
CBD findet sich heute in zahlreichen Hanfprodukten. Dazu gehören CBD-Blüten, Harze, Öle, Extrakte, Hanfaufgüsse, Kosmetikprodukte, technische Anwendungen und verschiedene spezialisierte Zubereitungen.
Je nach Produkttyp und Herstellungsverfahren können sowohl der Cannabidiol-Gehalt als auch die gesamte Zusammensetzung erheblich variieren.
Eines der am besten erforschten Cannabinoide
Cannabidiol gehört heute zu den wissenschaftlich am umfassendsten untersuchten Cannabinoiden. Die Forschung beschäftigt sich unter anderem mit seiner chemischen Struktur, seiner Biosynthese in der Pflanze, seinen Wechselwirkungen mit biologischen Systemen sowie seiner Rolle im Endocannabinoid-System.
Aufgrund seiner Bedeutung im modernen Hanfbereich und seiner breiten Verwendung gilt CBD heute als eine der wichtigsten Referenzverbindungen, um die Biologie, Chemie und Zusammensetzung der Cannabispflanze besser zu verstehen.
Synonyme
cannabidiol